DOA: Wie man User vergrault (Teil II)

Wenn man meint, dass gerade große Websites verstärkt auf ihr Image achten, die Besucher zu Wort kommen lassen und aus Fehlern lernen - weit gefehlt. Ihr habt es wahrscheinlich geahnt, es geht wieder einmal um Dogs On Acid, dem weltweit größten Drum'n'Bass-Forum mit weit mehr als 50.000 registrierten Benutzern. Nachdem ich ihnen letztes Mal schon indirekt vorgeworfen habe, sich mehr für das Geld als für die Besucher zu interessieren, bin ich mir jetzt fast schon sicher, dass dem so ist.

Um vorne anzufangen: Gestern Abend wurde auf der Startseite von DOA und in verschiedenen Unterforen ein Remix-Wettbewerb angekündigt. Das angebotene Stück inklusive Samples war The Roof Is On Fire von Future Prophecies, dem Gewinner winkte sogar eine Vinyl-Veröffentlichung auf Breakbeat Kaos. Soweit so gut, man möchte sich halt abheben von der Konkurrenz und dem User etwas Feines anbieten.

Doch halt, was ist denn da der erste Punkt in den Mitmach-Regeln?
Purchase and download the remix pack (which includes the original track) to get you started.
Kaufen? Kaufen, um in einem Remix-Wettbewerb mitzumachen? Kaufen, wo andere Bands heutzutage komplette Alben über BitTorrent heraushauen? Kaufen, wo BBK doch eines der größten Labels ist und sie mit der Vinyl-Veröffentlichung noch mehr Geld verdienen würden? Kaufen, um jemand anderem einen Gefallen zu tun? Kaufen, weil es uns allen ja nur um die Musik geht?!

Der Schuss ist wieder einmal nach hinten losgegangen. Ich frage mich wirklich, wie verblendet und geldgierig manche Leute sein müssen, um nicht eine Sekunde lang über mögliche Konsequenzen nachzudenken. Elitäres Verhalten galore. "Friss oder stirb, du als Konsument bist ja sowieso von uns abhängig und wir können es uns leisten, auf dich zu scheißen".

Immerhin hagelt es seitens der User nur so vor Kritik. Ich weiß nicht, wieviele Downloads sie schon verkauft haben, zu viele dürften es nicht gewesen sein. Man sollte es sich halt nur zwei Mal überlegen, ob man solche Geschäftstaktiken unterstützen will.

Und dass einige Leute nach dem Bezahlen auf einen 404-Fehler eine leere Seite gestoßen sind (und das Paket somit nicht herunterladen konnten), will ich nicht weiter hervorheben. Auch nicht, dass die Moderatoren von DOA Beschwerden diesbezüglich sofort wieder gelöscht haben.

Nachtrag: Einen Beschwerde-Post finde ich noch, und wie es aussieht, haben sich die Betreiber daraufhin an den Verfasser gewendet und ihm das Paket zukommen lassen. Die restlichen Posts finde ich nicht wieder, wollte diese eine Sache jedoch noch klarstellen.

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posted by Fabian K. @ 2:44 AM,

1 Comments:

At September 13, 2007 3:33 AM, Anonymous Talla said...

Hm, das is schon ganzschön krass.
Aber die geldmacherei mit musik is ja allgegenwärtig.
Aus allem wird nurnoch so viel geld rausgepresst, wie es geht.

sowas finde ich schade, weil das in fast jeder musikrichtung so ist :(

 

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